Zusammenfassung: Wer nach "Leckerland" sucht, meint meist Lekkerland, den Convenience-Großhändler der REWE Group. Lekkerland beliefert vor allem Tankstellenshops, Kioske, Convenience-Stores und Quick-Service-Restaurants. Für Restaurants, Hotels, Caterer und Imbisse kommen je nach Bedarf Foodservice-Zustellgroßhändler, Cash-&-Carry-Märkte oder spezialisierte Frische- und Getränkegroßhändler infrage. Dieser Ratgeber zeigt, welche Großhandelsform zu welchem Betrieb passt und wie Sie Anbieter fair vergleichen.
Wofür steht Lekkerland?
Lekkerland ist ein Großhandels-, Service- und Logistikpartner für den Unterwegskonsum und gehört zur REWE Group (die Übernahme gab das Bundeskartellamt 2019 frei). Zu den Kunden zählen laut REWE Group Tankstellenshops, Kioske, Convenience-Stores, Ladeparks und Quick-Service-Restaurants; neben Deutschland ist Lekkerland in Belgien, den Niederlanden und Spanien aktiv (REWE Group). Das Sortiment ist entsprechend auf Snacks, Süßwaren, Getränke, Tabakwaren und Convenience-Produkte ausgerichtet.
Wer als Kiosk oder Tankstelle beliefert werden möchte, ist bei einem Convenience-Großhändler richtig. Wer dagegen ein Restaurant, eine Kantine oder ein Hotel mit Frischware, Fleisch, Molkereiprodukten und Trockenware versorgen muss, braucht in der Regel einen Foodservice-Großhändler.
Die wichtigsten Alternativen im Überblick
| Großhandelsform | Typische Kunden | Stärken | Worauf achten |
|---|---|---|---|
| Foodservice-Zustellgroßhandel (z. B. Transgourmet, CHEFS CULINAR, EDEKA Foodservice) | Restaurants, Hotels, Kantinen, Caterer | Vollsortiment inkl. Frische und Tiefkühlung, feste Liefertouren, Webshop | Mindestbestellwert, Tourentage, Bestellschluss |
| Cash & Carry (z. B. METRO, Selgros, CITTI, Handelshof) | Gastronomie, Imbiss, Kiosk, Handel | Kein Mindestbestellwert bei Abholung, sofort verfügbar, Preise am Regal | Eigener Transport, Kundenausweis mit Gewerbenachweis |
| Regionale Vollsortimenter und Service-Bund-Mitglieder | Mittelständische Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung | Persönliche Betreuung, regionale Produkte, flexible Absprachen | Liefergebiet, Sortimentstiefe bei Spezialartikeln |
| Spezialisten (Obst & Gemüse, Fleisch, Fisch, Getränke, internationale Lebensmittel) | Betriebe mit hohem Frischeanteil oder besonderer Küche | Qualität und Tiefe in einer Warengruppe | Mehrere Lieferanten koordinieren |
Konkrete Anbieter in Ihrer Nähe finden Sie in unserem Händlerverzeichnis und nach Sortiment, etwa Vollsortiment oder Getränke.
Welche Lösung passt zu welchem Betrieb?
- Kiosk, Späti, Tankstellenshop: Convenience-Großhändler wie Lekkerland sind auf dieses Geschäft spezialisiert. Als Ergänzung oder Alternative eignen sich Cash-&-Carry-Märkte für Getränke, Süßwaren und Snacks.
- Imbiss und Schnellgastronomie: Häufig eine Kombination aus Cash & Carry für flexible Nachkäufe und einem Spezialisten für Fleisch bzw. Dönerspieße, Brot und Getränke.
- Restaurant und Hotel: Ein Foodservice-Zustellgroßhändler oder regionaler Vollsortimenter als Hauptlieferant, ergänzt um Frische-Spezialisten.
- Kantine und Caterer: Zustellgroßhändler mit Rahmenvertrag, Allergendokumentation und festen Lieferfenstern.
Konditionen vergleichen: Mindestbestellwert, Lieferung, Zahlung
Vergleichen Sie nicht nur Artikelpreise, sondern die Gesamtkosten Ihres typischen Warenkorbs:
- Mindestbestellwert und Lieferkosten: Die Schwellen unterscheiden sich deutlich. Transgourmet liefert laut seinen AGB ab 450 € netto frei Haus (darunter wird eine Lieferpauschale berechnet); beim METRO-Lieferservice ist die Lieferung ab 700 € netto im Preis enthalten. Im Cash & Carry entfällt der Mindestbestellwert bei Selbstabholung. Ausführlich: Mindestbestellwert & Konditionen im Großhandel.
- Zahlungsziel und Skonto: Werden individuell vereinbart; Neukunden starten häufig mit Lastschrift oder kurzem Zahlungsziel.
- Liefertage und Bestellschluss: Passen die Touren zu Ihren Öffnungszeiten und Lagerkapazitäten?
- Sortiment: Führt der Anbieter Ihre Kernartikel dauerhaft - und in passenden Gebindegrößen?
- Service: Fester Ansprechpartner, Reklamationsweg, Webshop oder App.
Eine ausführliche Checkliste bietet unser Ratgeber Lebensmittelgroßhandel vergleichen: 10 Auswahlkriterien.
So gelingt der Wechsel
- Bedarf erfassen: Rechnungen der letzten Monate auswerten, Kernartikel und Bestellrhythmus festhalten.
- Verträge prüfen: Laufzeiten, Kündigungsfristen und eventuelle Abnahmeverpflichtungen beim bisherigen Lieferanten klären.
- Angebote einholen: Zwei bis drei Anbieter mit Ihrem echten Warenkorb anfragen und die Konditionen schriftlich geben lassen.
- Testphase: Mit Teilbestellungen starten und Lieferpünktlichkeit, Qualität und Reklamationsbearbeitung dokumentieren.
- Umstellen: Erst nach stabiler Belieferung vollständig wechseln und einen Ersatzlieferanten für Engpässe festlegen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist Lekkerland (oft "Leckerland" geschrieben)?
Lekkerland ist ein Großhändler der REWE Group für den Unterwegskonsum. Er beliefert vor allem Tankstellenshops, Kioske, Convenience-Stores, Ladeparks und Quick-Service-Restaurants in Deutschland und weiteren europäischen Ländern.
Welche Alternativen gibt es für Restaurants?
Für Restaurants, Hotels und Caterer sind vor allem Foodservice-Zustellgroßhändler (z. B. Transgourmet, CHEFS CULINAR, EDEKA Foodservice oder regionale Mitglieder von Service-Bund), Cash-&-Carry-Märkte und spezialisierte Frische- oder Getränkegroßhändler relevant.
Welche Mindestbestellwerte gelten bei Alternativen?
Das ist anbieterabhängig. Transgourmet liefert laut AGB ab 450 € netto frei Haus, der METRO-Lieferservice setzt 700 € netto voraus. Im Cash & Carry gibt es bei Selbstabholung keinen Mindestbestellwert.
Wie wechsle ich den Großhändler ohne Lieferlücke?
Laufende Verträge und Kündigungsfristen prüfen, zwei bis drei Angebote für Ihren tatsächlichen Warenkorb einholen, mit Testbestellungen starten und erst nach einigen Wochen stabiler Belieferung vollständig umstellen.