Zusammenfassung: Der Tiefkühlkost-Großhandel für Gastronomie in Deutschland umfasst nationale Hersteller mit Foodservice-Sortiment und spezialisierte Tiefkühlgroßhändler. B2B-Einkäufer sollten lückenlose Kühlkette (−18 °C), IFS-Zertifizierung, vollständige Allergendokumentation und klare Mindestbestellwerte für temperaturgeführte Lieferung prüfen.
Marktstruktur: Anbieter in Deutschland
FRoSTA AG (Bremerhaven, Bremen) ist einer der bekanntesten deutschen Tiefkühlkost-Hersteller mit Fokus auf "clean label" Produkte (ohne Zusatzstoffe). Das Unternehmen vertreibt Tiefkühlgemüse, Fischgerichte und Fertiggerichte im Foodservice-Segment und ist über den Großhandel bundesweit verfügbar.
Apetito AG (Rheine, Nordrhein-Westfalen) ist spezialisiert auf tiefgekühlte Menükomponenten für Gemeinschaftsverpflegung, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Betriebskantinen. Das Unternehmen bietet vollständige Menüs in verschiedenen Texturmodifikationen (auch für Schluckschwierigkeiten) und beliefert bundesweit.
Chefs Culinar GmbH & Co. KG (Osnabrück, Niedersachsen) als nationaler Foodservice-Vollsortimenter bietet ein breites Tiefkühlsortiment für Restaurants, Hotels und Caterer, einschließlich tiefgekühltem Fleisch, Fisch, Gemüse, Convenience-Produkten und Desserts, mit eigenem Tiefkühllogistiknetz.
Auswahlkriterien für B2B-Einkäufer
Bei der Auswahl eines Tiefkühlkost-Großhändlers für den gewerblichen Einkauf sind folgende Kriterien maßgeblich:
Tiefkühlkette und Zertifizierungen: Die Tiefkühlkette muss lückenlos bei −18 °C aufrechterhalten werden. Fordern Sie Transportprotokolle und Temperaturnachweise an. Relevante Zertifizierungen sind IFS Food (Herstellernachweis) und IFS Logistics (Transportnachweis). Die gesetzlichen Anforderungen ergeben sich aus der Tiefkühlverordnung (TKV) in Verbindung mit EU-Verordnung (EU) 852/2004.
Allergenkennzeichnung: Tiefkühlprodukte enthalten häufig mehrere Allergene. Verlangen Sie vollständige Allergenlisten für alle Artikel nach EU-LMIV (Verordnung (EU) 1169/2011). Für Betriebe mit allergenarmen Speiseplänen ist eine klare Dokumentation zwingend.
Mindestbestellwerte und Lieferkonditionen: Tiefkühllieferungen erfordern spezielle Fahrzeuge. Anbieter haben oft höhere Mindestbestellwerte für Tiefkühlware (typisch: 300-800 Euro) und liefern auf festen Wochentagen. Klären Sie, ob Tiefkühl- und Kühlware gemeinsam oder getrennt geliefert wird.
Lagerkapazität: Stellen Sie sicher, dass Ihre betriebseigene Tiefkühlkapazität für die bestellten Mengen ausreicht, bevor Sie Lieferintervalle festlegen.
Weiterführende Informationen
Quellen
- [1] Statistisches Bundesamt - Tiefkühlkostproduktion in Deutschland - https://www.destatis.de - (Abruf: 2026-03-09)
- [2] FRoSTA AG - Unternehmensangaben - https://www.frosta.de - (Abruf: 2026-03-09)
- [3] Apetito AG - Unternehmensangaben - https://www.apetito.de - (Abruf: 2026-03-09)